Workshop Systemdienstleistungen

Es sind noch viele Fragen zu beantworten, wenn es um das Stromnetz der Zukunft geht. Der Netzbetrieb muss auf die neuen Anforderungen umgestellt werden, die sich durch den weiteren Ausbau der Energieversorgung aus erneuerbaren Quellen ergeben. Wie lange kann an der jetzigen Betriebsweise mit einer festgelegten Frequenz festgehalten werden? Kann zukünftig eventuell ein schwingungsfähiges System nötig werden? Ein Workshop der Forschungsnetzwerke Energie „Stromnetze“ und „Erneuerbare Energien“ zum Thema Systemdienstleistungen widmete sich der Suche nach den Antworten.

Bildquelle: Meike Bierther, Projektträger Jülich

Bei den Diskussionsrunden ergaben sich interessante Fragestellungen für Forschung und Entwicklung. Bildquelle: Meike Bierther, Projektträger Jülich

Rund 90 Expertinnen und Experten haben auf dem durch den Projektträger Jülich organisierten Workshop ihre Erfahrungen und Forschungsansätze geteilt. Unternehmen, Forschungseinrichtungen, Universitäten und Politik waren hierbei vertreten. Unter anderem wurde der Bedarf an weiteren Demonstrationsprojekten formuliert. Hierbei sollte vermehrt auf Tests in realen Stromnetzen zurückgegriffen werden können. Einerseits würden dafür „friendly user“ benötigt – die Akzeptanz in der Bevölkerung müsse weiterhin hochgehalten werden. Andererseits müssten entsprechende Versuche besser abgesichert werden können, hierfür also neue Möglichkeiten geschaffen werden.

 

Bildquelle: Meike Bierther, Projektträger Jülich

Teilnehmende aus Universitäten, Forschungseinrichtungen, Unternehmen und Politik hatten die Möglichkeit, Details aus weiteren Forschungsbereichen zu erfahren. Bildquelle: Meike Bierther, Projektträger Jülich

Der Forschungsbedarf ist weiterhin hoch, viele Aspekte zum Netzbetrieb der Zukunft sind noch offen. Generell besteht Interesse an einer Roadmap in Sachen Systemdienstleistungen, die zukünftig dazu beitragen könnte, die erforderlichen nächsten Schritte und die zu erwartenden Etappen abzustecken. „Angesichts der Vielzahl aufgeworfener Fragen und Forschungsziele könnte ein Roadmapprozess eine wichtige Hilfe zur Strukturierung sein“, so Timo Haase, Fachreferent aus dem Energieforschungsreferat des BMWi am Ende des Workshops.

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