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05.11.2019 | Energiewendebauen

SolFW: Solares Fernwärmesystem in Chemnitz auf andere Städte übertragbar

Solare Fernwärme Brühl (Chemnitz), Kollektorfeld mit hocheffizienten Flachkollektoren, Zwei-Zonen-Speicher
(Bild: TU Chemnitz)

Der Chemnitzer Stadtteil Brühl setzt auf Solarwärme. Ein Begleitforscherteam hat nun Daten gesammelt und in ein Programm fließen lassen, dass eine solare Versorgung auch in anderen Städten erleichtern soll. Die Ergebnisse sind im Abschlussworkshop des Forschungsprojekts vorgestellt worden.

Als Ende des vergangenen Jahrzehnts klar wurde, dass der Stadtteil Brühl vor umfassenden Sanierungsarbeiten stand, wollte die Stadtverwaltung zusammen mit zahlreichen Projektpartnern auch die Wärmeversorgung umstrukturieren. Seitdem arbeiten die Professur "Technische Thermodynamik" der Technischen Universität Chemnitz und der Netzbetreiber inetz an der Transformation im Stadtteil.

Seit 2016 läuft das Begleitforschungsprojekt "Solare Fernwärme für das Quartier Brühl in Chemnitz", kurz SolFW. Inhalte waren etwa eine Datenauswertung durch ein wissenschaftlich-technisches Monitoring und spezielle Untersuchungen beispielsweise der Kollektorfelder oder des Nachheizsystems.

Das Projekt endete nun diesen September, auf einem letzten Workshop stellten die Projektpartner vor Fachpublikum - darunter Betreiber, Planer und Forscher - ihre wesentlichen Ergebnisse vor. Kernpunkte waren:
•    die Entwicklung des Stadtquartiers,
•    der technische Ansatz zur Wärmeversorgungszentrale,
•    das Monitoringprogramm und wesentliche Ergebnisse,
•    die spezielle Auswertung des Betriebs der Kollektorfelder.

Nach den Vorträgen konnten die Besucher an einer Exkursion teilnehmen. Zuerst besuchten sie das Quartier, dann konnten sie die Kollektorfelder (siehe Foto), einen Zwei-Zonen-Speicher und die Technikzentrale besichtigen.

In den nächsten Wochen erscheint auch das sogenannte SolFW-Tool. Dieses Simulationsprogramm kann zur überschlägigen Berechnung derartiger Systeme eingesetzt werden. Weiterhin erscheint in den nächsten Monaten der Abschlussbericht. Die detaillierten Ergebnisse des Projektes sind dann ebenfalls öffentlich zugänglich.

Weitere Informationen sind  unter solfw.de abrufbar. 

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