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30.09.2019 | Start-ups

Plattformökonomie: Chancen für Start-ups

Symbolbild für digitale Plattformen
(Bild: ©James Thew - stock.adobe.com)

Plattformen wie Facebook oder Uber dominieren ihre Branchen. Welche Rolle deutsche Plattform-Start-ups am digitalen Markt spielen können, darüber hat sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier mit dem Beirat Junge Digitale Wirtschaft ausgetauscht.

Wohnungen vermieten, ohne je eine gebaut oder gekauft zu haben, Leute von A nach B bringen, ohne ein Auto zu besitzen oder zu leihen. Digitale Plattformen sind sie zu einem dominierenden Geschäftsmodell der digitalen Wirtschaft geworden. Sie verbinden zwei oder mehr Marktteilnehmer, vereinfachen oder ermöglichen sogar erst deren Interaktion.

Plattformen sind ein Trend der digitalen Wirtschaft, von dem auch deutsche Start-ups verstärkt profitieren sollen. Dazu haben sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier und der Beauftragte für Digitale Wirtschaft und Start-ups, Thomas Jarzombek, im September 2019 mit dem Beirat "Junge Digitale Wirtschaft" unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Tobias Kollmann getroffen.

Künstliche Intelligenz: Zukunftsthema mit Potenzial für Start-ups

Für Altmaier bietet der Bereich Künstliche Intelligenz (KI) das größte Potenzial, die Wachstumschancen junger Start-ups auf den Märkten der Plattformökonomie zu verbessern. Um das zu schaffen, "müssen wir den Missbrauch von Marktmacht verhindern, ohne neuen Akteuren unnötige Steine in den Weg zu legen", erklärte Altmaier die notwendigen Schritte.

Die Märkte müssten für Gründer geöffnet bleiben, ergänzte Jarzombek: "Durch Wettbewerb, offene Plattformen und offene Schnittstellen. Dies ist ganz klar eine Chance für Deutschland."

Digitale Plattformen: Fokus beim BMWi-Digital-Gipfel in Dortmund

Vor zwei Jahren hat das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) den Ordnungsrahmen für digitale Plattformen in einem Weißbuch festgehalten. Der Beirat "Junge Digitale Wirtschaft" bringt zusätzlich praxisnahe Expertise ein, um das wirtschaftliche Umfeld für die digitale Wirtschaft weiter zu verbessern. Für Professor Tobias Kollmann steht fest: "Plattformen sind das überlegene ökonomische Geschäftsmodell im Internet." 

42 Plattform-Unicorns aus Deutschland sollen in den kommenden fünf Jahren im B2C- und B2B-Bereich entstehen, "gerade auch auf Basis der KI-Technologie", so Kollmann. "Dieses Potenzial haben wir, wenn wir ehrgeizige Wachstumsfonds in der Schnittstelle von Industrie und Start-ups platzieren würden."

Ein eigenes Ökosystem für deutsche Plattformökonomie-Start-ups hatte vergangenen Monat bereits der Bundesverband der Deutschen Industrie gefordert. Und beim Digital-Gipfel des BMWi, der am 28. und 29. Oktober in Dortmund stattfindet, werden "Digitale Plattformen" zum Schwerpunktthema.

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