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18.11.2019 | Energiewendebauen

FutureSun: Energieversorgung mit Solarthermie und Wärmespeichern

Schild mit der Schrift Wärmespeicher
(Bild: Holger Vonderlind/BMWi)

Das Forschungsvorhaben FutureSun hat solare Nahwärmeanlagen in Deutschland analysiert, bewertet und basierend darauf zukunftsfähige Nahwärmekonzepte entwickelt. In Dresden fand jetzt der Abschlussworkshop statt.

Die Technologie der solar unterstützten Nahwärmeversorgung mit saisonalen Wärmespeichern funktioniert. Das konnte das Wissenschaftlerteam von futureSun nachweisen: Auf Basis von Modellen haben die Forscherinnen und Forscher das thermische Verhalten von elf Pilotanlagen simuliert und anschließend Maßnahmen abgeleitet, um sie zu optimieren und ihre Effizienz zu steigern.
Die ganzheitliche Analyse der Pilotanlagen aus den vorangegangenen Förderkonzepten Solarthermie2000 und Solarthermie2000plus umfasste technische, wirtschaftliche und ökologische Aspekte, die sich im realen Betrieb der Nahwärmeanlagen einstellen. Mit futureSun konnten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zeigen, dass die über 20 Jahre alten Anlagen langlebig und verlässlich sind: Sonnenkollektoren kommen etwa auf eine Nutzungsdauer zwischen 20 und 25 Jahren; saisonale Speicher sind mehr als 30 Jahre im Betrieb.

Zukunft der solar unterstützten Nahwärmeversorgung

Auf dem Abschlussworkshop von futureSun präsentierten die Projektpartner ihre Ergebnisse und Studien für zukunftsfähige Energieversorgungskonzepte auf Basis erneuerbarer Energien und in Verbindung mit Langzeitwärmespeichern: Eine Universallösung für eine verbesserte und effizientere Energieversorgung im Quartier für alle Anlagen gibt es nicht. Jede Anlage und jedes Energiekonzept muss individuell analysiert und danach angepasst werden. Die Zukunft der solar unterstützten Nahwärmeversorgung reicht von sogenannten kalten Nahwärmenetzen (hier ein Beispiel) über eine kombinierte Wärme-, Kälte- und Stromversorgung bis hin zu Power-to-Heat-Systemen, die auf Photovoltaik und Wärmepumpen setzen.

Solare Nahwärmeanlagen: Von der Forschung in die Praxis

Auf dem Workshop diskutierten die Teilnehmer die Machbarkeit der vorgestellten Energieversorgungskonzepte und den Konflikt zwischen den im Forschungsprojekt entwickelten Lösungen und der betriebswirtschaftlichen Praxis. Die Technologien sind verfügbar, aber der Energiewirtschaft fehlen Anreize und Planungssicherheiten. Das Projektteam von futureSun schlägt deshalb ein Förderprogramm für „100 SuN-Anlagen mit Langzeitwärmespeicher“ vor, um die Technologie langfristig am Markt zu etablieren und mittels standardisierter Konzepte deutliche Kostendegressionen zu erreichen.

Der Abschlussworkshop des Forschungsvorhabens futureSun war Teil des  24. Dresdner Fernwärmekolloquiums im September 2019.

Mehr Informationen

https://siz-energie-plus.de/projekte/futuresun
https://www.enargus.de/pub/bscw.cgi/26?op=enargus.eps2&m=0&v=10&p=0&s=0&q=0325897

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