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Industriewende-Dialog: Neue Verfahren zur Autoteileherstellung

Am 10.04.2026 findet wieder der Industriewende-Dialog des Forschungsnetzwerks Industrie und Gewerbe statt. Fokusthema des Termins: „Neue Verfahren zur Autoteileherstellung“. Die Teilnahme ist kostenlos.

Beim Industriewende-Dialog wird aktuelles Wissen aus der angewandten Energieforschung vermittelt: Fachleute berichten aus laufenden Projekten, geben Einblicke in technologische Entwicklungen und diskutieren gemeinsam mit den Teilnehmenden über relevante Forschungsfragen rund um die Energiewende in Industrie und Gewerbe.

Die Veranstaltungsreihe findet im Forschungsnetzwerk Industrie und Gewerbe statt und wird von der Begleitforschung EE4InG-2 koordiniert. Der Industriewende-Dialog findet am zweiten Freitag jeden Monats statt.

Industriewende-Dialog - Thema des Webinar-Termins
© IREES GmbH

Agenda

Im Vorhaben KER-GEAR wird eine innovative Prozesskette zur Herstellung von neuen Komponenten für Antriebe von E-Fahrzeugen (rein elektrisch oder hybrid) entwickelt. Kennzeichen dieser neuen Prozesskette ist eine maximale Material- und Ressourceneffizienz sowie die Umsetzung neuer Leichtbauansätze. Durch die Anwendung von inkrementellen Verfahren der Massivumformung zur Herstellung von Getriebewellen und Zahnrädern, in Kombination mit mechanischen Nachbehandlungsverfahren (Fest- Richt- und Glattwalzen, Ultraschall-Verfestigung und -Glättung), werden einerseits Teilprozesse der Zerspanung substituiert und andererseits eine Festigkeitssteigerung sowie eine Oberflächenoptimierung in hochbelasteten Bauteilbereichen erzielt. Im Ergebnis des Vorhabens liegt eine optimierte Fertigungsstrategie vor, die in industrielle Abläufe integrierbar ist.

Frau Prof. Kräusel arbeitete nach dem erfolgreichen Abschluss ihres Maschinenbaustudiums 8 Jahre in einem Systemhaus für CAD, NC und PPS. 1994 schloss sie erfolgreich ihre Promotion ab und habilitierte 2013. Im November 2017 wurde sie an der Westsächsischen Hochschule Zwickau zur Honorarprofessorin für Fertigungstechnik/Anwendungsspezifische Verfahren der Umform- und Zerteiltechnik bestellt.

Im Jahr 2000 begann sie ihre Forschungstätigkeit am Fraunhofer IWU – zunächst als wissenschaftliche Mitarbeiterin, später als Gruppen- und Abteilungsleiterin. Seit 2021 ist sie für das Geschäftsfeld Umformtechnik mit ca. 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Technikern im Bereich der Blech- und Massivumformung verantwortlich. Darüber hinaus war und ist sie in die studentische Ausbildung an der TU Chemnitz sowie der Westsächsischen Hochschule Zwickau involviert.

Die wichtigsten aktuellen Forschungsschwerpunkte sind Energie- und Ressourceneffizienz in Prozessketten der Umformtechnik, geometrische Flexibilität durch inkrementelle Verfahren in der Blech- und Massivumformung sowie Scherschneidverfahren mit und ohne Hochgeschwindigkeitseinsatz.

Die BENTELER Automobiltechnik entwickelt einen neuartigen Lötprozess zur Herstellung von Batteriekühlplatten, in dem das Umformen und Löten der Bauteile kombiniert in einem elektrisch beheizten Werkzeug erfolgt. Dieses Presslöten zeigt neben allgemein technischen Vorteilen gegenüber dem herkömmlichen Ofenlöten eine deutliche verbesserte Energie- und Ressourceneffizienz. Ziel des Modellprojekts ECO2MBINE ist es das Presslöten mit Hilfe der Projektpartner durch eine zu entwickelnden Prozessüberwachung auf TRL8 zu hieven. und damit eine spätere Verwertung zu ermöglichen.

Dr.-Ing. Tobias Düpmeier ist Teamleiter im Bereich Thermal Management Systems in der Forschung und Entwicklung bei der BENTELER Automobiltechnik GmbH. Sein Tätigkeitsschwerpunkt liegt auf Fertigungsverfahren zur Herstellung von Batteriekühlplatten für die Elektromobilität. Er ist seit 2009 im Unternehmen tätig und promovierte an der Universität Paderborn im Bereich Klebtechnik.

Im Forschungsprojekt »EffF3D – Effiziente Funktionalisierung von 3D-geformten Dünngläsern« wurde eine kosteneffektive Prozesskette zur Massenproduktion funktionalisierter dünner Gläser entwickelt. Diese Gläser werden beispielsweise in hochwertigem Kfz-Interieur wie Mittelkonsolen, Rückspiegeln und Tachoeinheiten verwendet. Die innovative Prozesskette basiert auf zwei technologischen Säulen: die vorgelagerte Strukturierung der Glasrohlinge durch Laserstrukturierung und die anschließende nicht-isotherme Glasumformung. Im Vergleich zu den gängigen Herstellungsrouten lassen sich mit der neuartigen Prozesskette Energieeinsatz, CO₂-Ausstoß und Kosten deutlich reduzieren; auf den Einsatz von umweltschädlichen Chemikalien kann vollständig verzichtet werden.

Constantin Meiners M.Sc. arbeitet beim Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Glass and Precision Manufacturing. Sein Maschinenbau-Studium schloss er an der RWTH Aachen University ab.

 

 

Jetzt teilnehmen

Der Industriewende-Dialog findet via Webex statt. Über den nachfolgenden Link gelangen Sie zur Veranstaltung, Sie müssen sich nicht gesondert anmelden: zur Teilnahme

Über den Meeting-Link beitreten:
https://ireesgmbh.my.webex.com/ireesgmbh.my/j.php?MTID=m9f75a75599cfb1f7145285d79320a72b 

Meeting-Kennnummer: 2554 601 6767
Passwort: 6N4Wng2PVED (66496427 beim Einwählen von einem Telefon oder Videosystem)

Über Telefon beitreten:
+49-6196-7819734 Germany Toll
+49-89-95460918 Germany Toll 2

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Wählen Sie 25546016767@webex.com
Sie können auch 173.243.2.68 wählen und Ihre Meeting-Nummer eingeben.

Kontakt

Die Termine des Industriewende-Dialogs greifen verschiedene Themen rund um die angewandte Energieforschung in Industrie und Gewerbe auf. Jeder Termin behandelt dabei ein Fokusthema, unter das sich die vorgestellten Projekte einordnen.

Sie möchten Ihr Forschungsprojekt im Rahmen der Veranstaltungsreihe vorstellen? Dann melden Sie sich gerne bei uns.

 

Fachkoordination Forschungsnetzwerk Industrie und Gewerbe

Inhaltliche Fragen und Projekt-Vorschläge für einen Webinar-Termin sowie Anfragen an das Forschungsnetzwerk Industrie und Gewerbe richten Sie bitte an Dr. Henning Höfig:

Projektträger Jülich

Webinar-Koordination: Begleitforschung Industrie und Gewerbe

Fragen zur Organisation der einzelnen Industrie-Dialoge richten Sie bitte an Dr. Heike Brugger:

Begleitforschung EE4InG-2

Bisherige Termine

Falls Sie künftig einen Termin des Industriewende-Dialogs verpassen, ist das kein Problem: Mitgliedern des Forschungsnetzwerks Industrie und Gewerbe werden die Präsentationen im Nachgang zur Verfügung gestellt. Registrieren Sie sich kostenlos, um auf die Unterlagen im Intranet der Forschungsnetzwerke zugreifen zu können.

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