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Jun
Online
09.06.2026 14:00 - 15:30 Uhr
Webinar
Wärme & Kälte Dialog
Am 9. Juni 2026 findet wieder der Wärme & Kälte Dialog statt. Darin stellen sich quartalsweise Forschungsprojekte vor, die Entwicklungen in der Wärmepumpen und Kältetechnik vorantreiben. Die Teilnahme ist kostenlos.
Im Bereich der Wärmepumpen und Kälteanlagen arbeiten Forschende und Hersteller daran, Komponenten und Anlagen weiter zu optimieren. Ihr Ziel ist es, den Energieverbrauch zu senken und die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Auch Industriewärmepumpen und -kälteanlagen, die in deutlich höheren oder tieferen Temperaturbereichen arbeiten, gilt ein besonderer Fokus. Forschungsbedarf besteht hier unter anderem bei der Entwicklung von Komponenten und Geräten sowie bei der Integration in industrielle Prozesse.
Das Forschungsfeld Wärmepumpen und Kältetechnik, das als eines von sieben Forschungsfeldern im Forschungsnetzwerk Industrie und Gewerbe aktiv ist, nimmt sich diesen Themen an und bringt Expertinnen und Experten aus Forschung, Industrie und Politik zusammen.
Im Wärme & Kälte Dialog erhalten die Teilnehmenden Einblicke in jeweils zwei bis drei Forschungsprojekte, die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert werden. Die Fachleute berichten von zentralen Erkenntnissen und diskutieren mit den Teilnehmenden über relevante Forschungsfragen rund um die Energie- und Wärmewende im Bereich der Wärmepumpen und Kältetechnik. Die Veranstaltungsreihe findet quartalsweise statt und wird durch das Fraunhofer ISE koordiniert.
Agenda
Nachfolgend finden Sie das Programm des nächsten Wärme & Kälte Dialogs (Änderungen vorbehalten).
Das Projekt WinPro untersucht systematisch die Möglichkeiten zur Integration von Wärmepumpen in Prozess der chemischen Industrie. Ziel ist es, standardisierte Integrationskonzepte zu erarbeiten und eine ganzheitliche Bewertung dieser zu ermöglichen. Alle Untersuchungen basieren auf realen Fallbeispielen aus der chemischen Industrie, die die verschiedene Skalen – Prozess, Anlage und Anlagenverbund – abdecken. Durch die Zusammenarbeit von Wärmepumpenherstellern, Unternehmen der chemischen Industrie und Akademia können dabei Potenziale und Grenzen möglicher Integrationskonzepte praxisnah identifiziert und technische Lösungen erarbeitet werden.
Das Projekt SOLINDARITY wird die Machbarkeit eines integrierten, auf Solarenergie basierenden Energiesystem zur Bereitstellung von Strom und Prozesswärme entwickeln, demonstrieren und validieren. Dieses Energiesystem integriert Solarenergiequellen (Solarthermie und Photovoltaik), innovative Hochtemperatur-Wärmepumpen, thermische Energiespeicher und Abwärmerückgewinnung für die Dekarbonisierung industrieller Prozesse mit Temperaturen bis zu 280°C.
Das zu entwickelnde Pilotsystem wird seine Effektivität, Robustheit, Nachhaltigkeit und Kosteneffizienz an drei Industriestandorten demonstrieren, die verschiedenen Industriesektoren (Lebensmittel-, Papier- und Gummiindustrie) und Klimaregionen (Deutschland, Griechenland, Italien) angehören und Wärme bei unterschiedlichen Temperaturen (195-270°C) sowie Medien (Thermal-Öl, Druckwasser und Luft) nutzen. Das SOLINDARITY-Konsortium vereint 18 Partner aus 6 EU-Ländern sowie der Schweiz, Marokko und Jordanien.
Links zum Forschungsprojekt:
Hochtemperaturwärmepumpen mit Vorlauftemperaturen von über 100°C sind eine Schlüsseltechnologie für die Dekarbonisierung industrieller Prozesswärme. Niedertemperatur-Abwärme aus industriellen Prozessen wird zurückgewonnen und mit Hilfe einer vergleichsweise geringen Menge elektrischer Energie auf ein höheres Temperaturniveau gebracht, um anschließend wieder als nutzbare Wärme in den Prozess eingespeist zu werden. Die Prozesswärme wird damit nicht nur hocheffizient, sondern auch vollständig auf Basis elektrischer Energie bereitgestellt – und macht den Gesamtprozess aus ökologischer wie ökonomischer Sicht nachhaltig und wettbewerbsfähig. Das große Interesse aus der Industrie an Hochtemperaturwärmepumpen führt derzeit zu einer schnellen Technologieentwicklung und zu vielfältigen Demonstrationsprojekten.
Das IEA-HPT-Projekt 68 unterstützt diesen Transformationsprozess, indem es verlässliche und strukturierte Daten zu verfügbaren Technologien, installierten Anlagen und möglichen Integrationskonzepten bereitstellt. Außerdem organisiert das Projekt Kooperationen, um sektorspezifische Lösungsansätze zu entwickeln und Netzwerke zwischen den relevanten Akteuren aufzubauen.
Deutsche Universitäten und Forschungsinstitute sind in diesem internationalen Projekt mit zehn Institutionen stark vertreten.
Links zum Forschungsprojekt:
Projektwebsite IEA HPT Project 68 on Industrial High-Temperature Heat Pumps
Diskussion und Fragerunde mit allen Teilnehmenden. Die Veranstaltung endet um 15:30 Uhr.
Jetzt teilnehmen
Der Wärme & Kälte Dialog findet via Webex statt. Über den nachfolgenden Link gelangen Sie zur Veranstaltung, Sie müssen sich nicht gesondert anmelden: zur Teilnahme
Bisherige Termine & Präsentationen
Falls Sie künftig einen Termin des Wärme & Kälte Dialogs verpassen oder noch einmal zu den Inhalten nachlesen möchten, ist das kein Problem: Mitgliedern des Forschungsnetzwerks Industrie und Gewerbe werden die Präsentationen im Nachgang zur Verfügung gestellt.
Registrieren Sie sich kostenlos
Um auf die Unterlagen zugreifen zu können, müssen Sie im Intranet der Forschungsnetzwerke zudem der Gruppe "Forschungsfeld Wärmepumpen und Kältetechnik" beitreten. Über den untenstehenden Button gelangen Sie direkt dort hin.
Kontakt
Sie haben Fragen zum Wärme & Kälte Dialog oder an das Forschungsnetzwerk Industrie und Gewerbe?
Dann wenden Sie sich bitte an:
- Wärme Kälte Dialog
Steffen Linsmayer (PtJ) ptj-fne-industrie@fz-juelich.de
Marek Miara (Fraunhofer ISE) marek.miara@ise.fraunhofer.de
- Forschungsnetzwerk Industrie und Gewerbe
Henning Höfig (PtJ) ptj-fne-industrie@fz-juelich.de