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Nov

Garching
05.11.2019 12:00 Uhr - 06.11.2019 13:00 Uhr
Projektleitertreffen

Werkzeuge für die Energiewende

Ein umweltverträglicher Einsatz von Energie, innovative Informationstechnik, alternative Bereitstellung neuer Wandler- und Speichertechnologien und mehr Informationsaustausch in der Gesellschaft können einen Beitrag leisten, die Energieeffizienz zu steigern. Auf dem Projektleitertreffen diskutieren Wissenschaftler über Konzepte, Methoden und Werkzeuge für die Energiewende in Gebäuden und Quartieren.

Die Bundesregierung will den Primärenergieverbrauch bis 2050 halbieren und den Anteil erneuerbarer Energien um mehr als 60 Prozent ausbauen. 2017 lagen die CO2-Emissionen nach Informationen des Bundesumweltamts in Deutschland bei knapp 798 Millionen Tonnen. Die Herausforderung von Forschung und Entwicklung  ist, weitere Konzepte, Methoden und Werkzeuge für den Erfolg der Energiewende zu entwickeln.

Der erste Veranstaltungstag beginnt mit der Präsentation zwei laufender Projekte der Förderinitiative Energiewendebauen. Hieran schließt sich ein erster Teil  mit  verschiedenen Workshops an.

  1. Workshop 1: Fit für die Energiewende – Bestehende Lösungen endlich anwenden (Lehrstuhl für Gebäude- und Raumklimatechnik)
  2. Workshop 2: Quartier und Mobilität – der nächste Schritt in der Energiewende? (Fraunhofer IOSB – AST und Fraunhofer UMSICHT)
  3. Workshop 3: Werkzeuge für die Energiewende – (Gesetzliche) Anforderungen und Förderung (Fraunhofer IBP)
  4. Workshop 4: Tool-Ketten für Gebäude-, Quartiers- und Netzsimulationen im Kontext der Wärmewende (Lehrstuhl für Energieeffizientes Bauen)

Der zweiten Veranstaltungstag beginnt mit dem zweiten Teil der Workshops, an die sich die Präsentation von zwei weiteren Projekten anschließt. Gegen Mittag wird das Projektleitertreffen mit einem Resümee aus den Workshops abgeschlossen.

Zur Förderung der Diskussionskultur ist die Teilnehmerzahl für das Projektleitertreffen begrenzt. Bitte melden Sie sich daher zeitnah über das Onlineformular an – spätestens jedoch bis zum 18.10.19. Aus organisatorischen Gründen möchten wir Sie bitten, bei der Anmeldung Ihren präferierten Workshop anzugeben.

Kontakt:

Inhaltlich: Katharina Aschhoff, Begleitforschung Energiewendebauen
E-mail:

Organisatorisch: Elisa Sill, Projektträger Jülich
E-mail:

Mehr Informationen zu den Workshops:

Workshop 1: Fit für die Energiewende – bestehende Lösungen endlich anwenden

(Lehrstuhl für Gebäude- und Raumklimatechnik)
Viele Lösungen für die Umsetzung der Gebäudeenergiewende sind bereits theoretisch vorhanden und teilweise exemplarisch erprobt. Um eine breitenwirksame Anwendung dieser Lösungen zu ermöglichen und zu realisieren, sind verschiedene Arten von Werkzeugen notwendig. Hierzu gehören neben Softwareanwendungen, beispielsweise zur Gebäude- und Quartiersplanung, auch informationsbereitstellende Werkzeuge für Endverbraucher sowie die Aus- und Weiterbildung von Fachkräften. Diese Werkzeuge sollen die Realisierung von Emissionseinsparungen unterstützen, Transparenz in Bezug auf Handlungsbereiche im privaten und beruflichen und deren Auswirkungen schaffen sowie das Engagement auf Verbraucherseite steigern. Im Rahmen des Workshops soll ein Überblick über bestehende Werkzeuge der Gebäudeenergiewende geschaffen werden. Weitere Ziele des Workshops sind die Entwicklung von Prozessen zur breiten Anwendung dieser Werkzeuge und die Ermittlung fehlender Werkzeuge. Hierbei sollen Barrieren aus Sicht der Forscher, Planer und Verbraucher betrachtet werden. Im Nachgang zum Workshop können die Teilnehmer die erarbeiteten Prozesse und Werkzeuge in ihren Projekten auf die Eignung und Notwendigkeit für verschiedene Zielsetzungen überprüfen, bewerten und zur Nachverwertung bereitstellen.

Workshop 2: Quartier und Mobilität – der nächste Schritt in der Energiewende?

(Fraunhofer IOSB – AST und Fraunhofer UMSICHT)
Die Energiewende findet auf vielen Ebenen des Energiesystems statt. Neben dem angestrebten Ausbau der erneuerbaren Energien in den einzelnen Energiesektoren und den Möglichkeiten, welche die Kopplung der Sektoren bietet, kommt Quartieren eine wichtige Rolle als Bindeglied zu. Doch was ist eigentlich ein Quartier? Welchen Einfluss und welche Möglichkeiten bietet das Quartier bei der Umsetzung der sektorenübergreifenden Energiewende –  insbesondere im Hinblick auf den Mobilitätssektor? Welche Daten und Werkzeuge werden für die energetische Quartiersplanung, unter Berücksichtigung aller energierelevanter Sektoren (Strom, Wärme, Verkehr) benötigt und auf welche kann bereits zurückgegriffen werden?
Vor diesem Hintergrund soll innerhalb des Workshops die Bedeutung des Quartiers im Rahmen der Energiewende und die Möglichkeiten, die es zur sektorenübergreifenden Realisierung bietet, diskutiert werden.

Workshop 3: Werkzeuge für die Energiewende – (gesetzliche) Anforderungen und Förderung

(Fraunhofer IBP)
Im Workshop sollen unterschiedliche nationale und regionale Anforderungen zusammengetragen und diskutiert werden. Welche Anforderungen aus dem Gebäude- und Energieversorgungsbereich gibt es? Was ist derzeit geplant? Und als wie sinnvoll werden diese Pläne für die Energiewende und die deutschen Klimaziele von den Projektnehmern bewertet? Welche weiteren Anforderungen sind vorstellbar? Welche Erfahrungen haben die Workshop-Teilnehmer mit Förderungen gemacht? Wo sollten weitere Fördermaßnahmen unterstützen?

Workshop 4: Tool-Ketten für Gebäude-, Quartiers- und Netzsimulationen im Kontext der Wärmewende

(Lehrstuhl für Energieeffizientes Bauen)
Wie müssen Werkzeuge für Gebäude-, Quartiers- und Netzsimulationen im Kontext der Wärmewende miteinander vernetzt werden? Welche Kette von Werkzeugen ist für welchen Anwendungsfall erforderlich? Um die Energiewende voranzutreiben, vor allem im Bereich der Wärmewende, sind viele Akteure notwendig. Aufgrund von vielschichtigen und komplexen Prozessen auf unterschiedlichsten Ebenen müssen diverse softwaregestützte Methoden zur Simulation und Auslegung von Anlagen sowie Netzen eingesetzt werden, um alle Bereiche adäquat abzudecken. Sehr oft sind solche Lösungen aber nicht untereinander kompatibel. Ziel dieses Workshops ist es daher, bestehende Tool-Ketten im Bereich der Gebäude-, Quartiers- und Netzsimulationen zu analysieren und notwendige Schnittstellen klar herauszuarbeiten. Als Ergebnis sollen identifizierte Tool-Ketten als Prozessmodell(e) dargestellt werden.

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