Forschungsnetzwerk Energiewendebauen
Das Forschungsnetzwerk Energiewendebauen ist eine zentrale Austauschplattform für Expertinnen und Experten aus Forschung und Wirtschaft in den Bereichen Gebäude und Quartiere. Durch den Austausch soll der Transfer der Forschungsergebnisse in die Praxis verbessert und die Umsetzung der Energiewende beschleunigt werden.
In eigenständigen Gruppen befassen sich Expertinnen und Experten zu übergreifenden Forschungsfragen und gestalten die Inhalte und Formate im internen Austausch. Hierdurch können Sie unkompliziert mit anderen Mitgliedern aus Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsunternehmen, Fachverbänden sowie Kommunen in Kontakt treten.
Als Mitglied im Forschungsnetzwerk Energiewendebauen erhalten Sie außerdem über einen Newsletter Informationen über alle Forschungsnetzwerke, aktuelle Entwicklungen und Veranstaltungen. Um alle diese Möglichkeiten nutzen zu können, werden Sie am besten gleich Mitglied. Diese Gruppen sind derzeit aktiv:
Bei dem Verbundvorhaben WESPE stehen der Fachkräftemangel und die dringend notwendige Prozessoptimierung bei der Umrüstung von konventionellen Heizsystemen zur Wärmepumpe im Einfamilienhaus im Fokus. Von der Kundenberatung über die Angebotserstellung und Installation bis zur Inbetriebnahme des neuen Heizsystems werden alle Prozesse in optimierte, digitale und physische Workflows übersetzt. Daraus werden praxisgerechte Lösungskonzepte für den Handwerker der SHK-Branche erarbeitet. In diesem Vorhaben werden in besonderer Weise die Kompetenzen der Forschung und des SHK-Handwerks gebündelt und in Workshops mit Vertretern aus der Industrie und dem Handwerk diskutiert.
Ansprechpersonen:
Matthias Thiel
E-Mail: m.thiel@zvshk.de
Webseite: Zentralverband SHK: SHK-Wespe
Annette Uhl
E-Mail: annette.uhl@ise.fraunhofer.de
Der neu gegründete Arbeitskreis Integriertes Datenmodell für die Fernwärme (IDFW) hat das Ziel, Grundlagen für ein künftiges Integriertes Datenmodell für die Fernwärme (IDFW) zu erarbeiten. Die Grundidee und Vorteile eines IDFW: Bei der herkömmlichen Integration von Softwareanwendungen müssen sehr viele Schnittstellen für die Datenanbindung implementiert werden. Durch die Nutzung eines IDFW kann dieser Aufwand drastisch reduziert werden.
Geplant sind in dem Arbeitskreis zwei aufeinander aufbauende Phasen:
- In Phase 1 soll zunächst der Ist-Stand analysiert werden: Welche Datenmodelle, Technologien und Standards zum Datenaustausch werden aktuell in der Fernwärme-Branche verwendet? Es sollen Use-Cases beschrieben, die Schwachstellen der aktuellen Vorgehensweisen herausgearbeitet, und daraus Anforderungen für ein Integriertes Datenmodell in der Fernwärme (IDFW) abgeleitet werden.
- In Phase 2 sollen erste Grundlagen für die Spezifikation eines IDFW erarbeitet werden.
Ansprechpersonen:
Steffen Wallner
E-Mail: steffen.wallner@iosb.fraunhofer.de
Christian Wolff
E-Mail: christian.wolff@ise.fraunhofer.de
Das EWB-Monitoring-Netzwerk bietet einen geschützten Rahmen, um sich fachlich auszutauschen und gezielt zu vernetzen. Rund um das Energiemonitoring im Förderschwerpunkt Energiewendebauen werden gemeinsam Themen identifiziert, die in der Praxis relevant sind. Dazu dienen Formate wie das jährliche Monitoring-Forum in Präsenz oder der monatliche digitale Fachaustausch. Gemeinsam gestalten wir praxisnahe Impulse, greifen aktuelle Fragestellungen auf und schaffen ein Umfeld, in dem Lösungen gemeinsam entwickelt werden.
Ansprechpersonen:
Florian Noll
E-Mail: noll@izes.de
Sabine van den Broek
E-Mail: ptj-mondb-ewb@fz-juelich.de
Mittel- bis langfristig bietet die Solarthermie ökologisch und ökonomisch die Option Ein- und Zweifamilienhäuser mit Wärme zu versorgen. Im Idealfall heizt die Anlage das Gebäude und erwärmt zusätzlich das Trinkwasser. Forschung und Entwicklung arbeiten daran, diese kombinierten Anlagen weiterzuentwickeln und die Deckungsanteile zu erhöhen. Denn in der Praxis deckt eine Solarthermieanlage den Bedarf an Heizenergie nicht vollständig, weswegen sie mit einer herkömmlichen Heizung verbunden werden muss. Erheblich höhere Erträge für das Bereitstellen von Trinkwarmwasser oder Raumwärme können Prozesswärme-Solaranlagen aufweisen. Hier sind deutlich mehr Systemvarianten möglich, weil eine hohe Zahl vielversprechender Industrieprozesse existiert. Solarwärme kann dabei zum Beispiel über industrielles Heißwasser, ein Dampfnetz oder auf Prozessebene eingespeist werden. Weiter sind intelligente und effiziente Lösungen gefragt, Solarthermie-Technologien in das Energieversorgungssystem eines Gebäudes und darüber hinaus in ein das Wärmenetz eines Quartiers zu integrieren.
Ansprechperson:
Dr. Harald Drück
E-Mail: drueck@itw.uni-stuttgart.de
Website: Institut für Thermodynamik und Wärmetechnik (ITW) Uni Stuttgart
Für die Wärmewende im Gebäude- und Quartiersbereich sind nachhaltige, effiziente und wirtschaftliche Lösungsansätze gefragt. Die Geothermie als erneuerbare Energiequelle bietet bereits heute zahlreiche Lösungen bei der klimafreundlichen Bereitstellung von Wärme und Kälte an. Zukünftig gewinnt die saisonale Speicherung von Wärmeenergie, beispielsweise in Aquiferspeichern, an Bedeutung. Die Arbeitsgruppe sieht Schwerpunkte darin, innovative und integrative Ansätze zu fördern sowie Risiken und Kosten zu reduzieren. Weiter zielt die Netzwerkarbeit darauf ab, die Bekanntheit und Akzeptanz der Geothermie zu steigern und geeignete Beteiligungsformate zu entwickeln. Die Arbeitsgruppe Geothermie trägt Forschungsergebnisse zusammen und unterstützt den Transfer in die Praxis, um bis zum Jahr 2050 zu einem nahezu klimaneutralen Gebäudebestand entscheidend beizutragen.
Ansprechperson:
Dr. André Deinhardt
E-Mail: andre.deinhardt@geothermie.de
Website: Bundesverband Geothermie
Begleitforschung Energiewendebauen
Die wissenschaftliche Begleitforschung Energiewendebauen und das Forschungsnetzwerk Energiewendebauen nutzen in ihrer Arbeit Synergieeffekte. Die Begleitforschung analysiert die vom BMWE geförderten Projekte im Bereich " Gebäude und Quartiere". Der Projektträger Jülich wurde mit der Koordinierung beauftragt. Ein externes Wissenschaftsteam bewertet unter anderem Forschungsprojekte und unterstützt bei der Weiterentwicklung des 8. Energieforschungsprogramms.
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